Unsere Klöster
Zu Beginn der Ordensgeschichte der Zisterzienser gab es keine Kongregationen im heutigen Sinne, sondern das Filiationsprinzip, das heißt, es gab Mutter- und dazugehörige Tochterklöster. Spätestens seit dem 16. Jahrhundert wurde dieses Prinzip durch Kongregationen ersetzt, um den wachsenden Orden besser zu strukturieren. Bis heute bilden Kongregationen im Zisterzienserorden häufig eine gewisse Verbundenheit der Klöster untereinander ab - sei es sprachlich, geografisch oder geschichtlich.
Die „Kongregation von der hl. Gertrud der Großen“, wurde 2022 vom Hl. Stuhl errichtet und stellt einen Klosterverband von zur Zeit 5 Klöstern dar. Die Mitglieder dieser Konvente treffen sich regelmäßig zu Austausch, Studium und gemeinsamen Aktivitäten. Das stärkt die Verbundenheit und lässt uns einander näherkommen. Alle Klöster unserer Kongregation sind deutsche Klöster, die meisten haben einen gemeinsamen geschichtlichen Ursprung.
Abtei St. Marienthal
Die Abtei St. Marienthal ist das älteste und östlichste Kloster unserer Kongregation. Gegründet 1234 liegt es direkt an der Grenze zu Polen an der Neiße - und hat neben den Stürmen der Zeit auch schon so manches Hochwasser überlebt.
Abtei St. Marienstern
Die Abtei St. Marienstern ist das zweitälteste Kloster unserer Kongregation und besteht seit 1248. Zur Zeit leben dort 10 Nonnen, umgeben von der schönen Natur der Oberlausitz.
Kloster Langwaden
Das Kloster Langwaden ist das bisher einzige Männerkloster unserer Kongregation und gleichzeitig das nördlichste und westlichste. Kloster Langwaden liegt in der Nähe von Grevenbroich und hat seine Wurzeln im tschechischen Kloster Osek.
Kloster Helfta
Das Kloster St. Marien zu Helfta in Lutherstadt Eisleben ist besonders durch die Mystikerinnen bekannt, die dort im 13. Jahrhundert lebten. Nach Gertrud der Großen von Helfta ist unsere Kongregation benannt. Das Kloster im Herzen Deutschlands wurde 1999 neu errichtet.
Abtei Seligenthal
Die Zisterzienserinnenabtei Seligenthal im bayrischen Landshut ist das südlichste, neueste und gleichzeitig älteste Mitglied unserer Kongregation. 1232 von Ludmilla, der Witwe des bayerischen Herzogs Ludwig des Kelheimers gegründet, diente es früh als Begräbnisstätte der Wittelsbacher.