Hl. Gertrud die Große
Die Heilige Gertrud die Große von Helfta wird am 6. Januar 1256 in Helpede geboren, das heute Helfta heißt und ein Stadtteil der Lutherstadt Eisleben geworden ist. Mit fünf Jahren kommt sie, wahrscheinlich als Waisenkind, ins Kloster Helfta und wird dort hervorragend ausgebildet. Ihre Äbtissin, Gertrud von Hackeborn, deren leibliche Schwester und Nonne Mechthild von Hackeborn, die als Lehrerin und Kantorin fungiert, sowie Mechthild von Magdeburg, ihre ältere und ebenfalls mystisch begnadete Mitschwester, fördern und begleiten ihren spirituellen Weg. Nach einer schweren Lebens- und Glaubenskrise wird ihr im Alter von 25 Jahren, am 27. Januar 1281, eine Vision zuteil, die als ein religiöses Schlüsselerlebnis ihr Leben ändert. Sie widmet sich verstärkt der Betrachtung und hat weitere mystische Erlebnisse. Sie schreibt viel; ihre beiden Hauptwerke sind der Legatus divinae pietatis, Gesandter der göttlichen Liebe, mit der Schilderung der Offenbarungen an Gertrud und die Exercitia spiritualia, Geistliche Übungen. Gegen Ende ihres Lebens erleidet sie einen Schlaganfall, in dessen Folge sie im Alter von höchstens 46 Jahren Mitte November 1301 oder 1302 stirbt. Als ihr Todestag gilt der 17. November, der im deutschsprachigen Raum auch ihr Gedenktag ist.
Die hl. Gertrud gehört zu den herausragenden Frauen des Mittelalters - als einzige deutsche Heilige trägt sie den Beinamen die Große.
Noch mehr Informationen über die Hl. Gertrud die Große?
Kein Problem! Sr. M. Hildergard Rudolph aus der Abtei St. Marienstern hat Mitte der 1980er Jahre einen umfangreichen und gut recherchierten Artikel über die große Mystikerin verfasst. Lernen Sie diese spannende Heilige noch näher kennen!