Abtei St. Marienstern
Die Abtei St. Marienstern ist das zweitälteste Kloster unserer Kongregation und besteht seit 1248. Zur Zeit leben dort 10 Nonnen, umgeben von der schönen Natur der Oberlausitz.
Kloster St. Marienstern (lat. Abbatia Stellae B.M.V.)
liegt in der sorbischen Oberlausitz, zwischen Kamenz und Bautzen.
1248 gründeten die Herren von Kamenz das Kloster. Seither besteht es ohne Unterbrechung.
1264 wurde es in den Zisterzienserorden inkorporiert und es wurde ihm die Höhere und die Niedere Gerichtsbarkeit übertragen.
1429 fielen die Hussiten in Marienstern ein und bradschatzten die Klosterkirche.
Bis zur Reformation war das Kloster Altzella für St. Marienstern zuständig. Der Abt von Altzella war in der Regel der Visitator des Klosters, Patres von Altzella waren als Kapläne und Pröpste in Marienstern tätig.
Danach übernahmen andere Klöster der Böhmischen Provinz diese Aufgaben.
1639 kamen die Schweden und zerstörten vor allem die Wirtschaftsgebäude des Klosters, so dass Ende des 17. Jahrhunderts die barocke Neugestaltung des Klosters begann und ihren Höhepunkt in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erreichte.
1826 gründeten die Schwestern eine höhere Schule für junge Frauen, weitere Schulen folgten. Diese mussten im Nationalsozialismus geschlossen werden.
1973 übernahm das Kloster die Aufgabe, Menschen mit geistiger Behinderung ein Heim zu geben. Eine Förderschule und Förderwerkstatt ergänzen dieses Heim heute.
1998 fand in Marienstern die Erste Sächsische Landesausstellung statt.
TS