Kloster Langwaden
Das Kloster Langwaden ist das bisher einzige Männerkloster unserer Kongregation und gleichzeitig das nördlichste und westlichste. Kloster Langwaden liegt in der Nähe von Grevenbroich und hat seine Wurzeln im tschechischen Kloster Osek.
Kloster Langwaden (lat. Prioratus conventualis B.M.V. de Langwaden)
wurde 1961 gegründet als Nachfolgekloster der tschechischen Abtei Osek, die nach dem Zweiten Weltkrieg vom kommunistischen Regime der Tschechoslowakei aufgelöst worden ist. Die vollständige kirchenrechtliche Selbständigkeit erlangte Langwaden erst 2013 mit der Wahl des ersten Konventualpriors.
Ursprünglich ist Langwaden in der Mitte des 12. Jahrhunderts (wahrscheinlich um 1145) als Prämonstratenserinnenkloster gegründet worden durch Graf Christian von Wevelinghoven. In der Säkularisation wurde das Kloster geschlossen. Der gesamte Besitz ging an den französischen Diplomaten Nicolas Joseph Maison. Er baute das frühere Klosteranwesen zu seinem Sommerwohnsitz um. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erwarb die deutsche Grafenfamilie derer von Nesselrode die gesamte Anlage mit den Feldern.
Während des Nationalsozialismus wurde das Klostergebäude vom Reichsarbeitsdienst genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es als Notunterkunft für die Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Nach deren Auszug blieb die gesamte Liegenschaft ungenutzt und verfiel und verwilderte zusehends.
Neben der kleinen Mönchsgemeinschaft wohnen 50 alleinstehende Männer unterschiedlichen Alters in der Sozialeinrichtung „Netzwerk Mensch“. Außerdem gehören zum Kloster ein kleines Gästehaus mit Übernachtungs- und Tagungsmöglichkeiten und ein Restaurant mit Biergarten. In der weitläufigen Parkanlage ist das Kolumbarium mit der 15. Kreuzwegstation, eine begehbare Sonnenuhr, der Corona-Gedenktort und weitere Kunstwerke zu besichtigen.
BR