Kloster Helfta

Das Kloster St. Marien zu Helfta in Lutherstadt Eisleben ist besonders durch die Mystikerinnen bekannt, die dort im 13. Jahrhundert lebten. Nach Gertrud der Großen von Helfta ist unsere Kongregation benannt. Das Kloster im Herzen Deutschlands wurde 1999 neu errichtet.

Kloster Helfta (lat. Prioratus conventualis B.M.V. de Helfta

wurde 1999 wieder gegründet und ist das jüngste Kloster der Kongregation. 

Es liegt im Ortsteil Helfta in der Lutherstadt Eisleben. 

Ursprünglich wurde es 1229 durch die Grafen von Mansfeld gegründet, jedoch siedelten die Schwestern von Mansfeld zuerst nach Rodarsdorf um, und 1258 schliesslich nach Helfta. Das Kloster wurde im 13. Jahrhundert ein Zentrum der deutschen Frauenmystik, als zeitgleich die drei heiligen Frauen Mechthild von Hackeborn, Gertrud von Helfta ("die Grosse") und Mechthild von Magdeburg dort lebten und beteten. 

Während der Reformation wurde Kloster Helfta 1542 säkularisiert. Danach war es über Jahrhunderte ein landwirtschaftliches Gut, zuletzt ein Volkseigener Betrieb. 

Eine 1988 geplante Sprengung wurde durch Eingaben des Helftaer Kunstlehrers Joachim Herrmann verhindert. Ab 1991 betrieb ein Verein die Revitalisierung dieses geistlichen Ortes und seit 1997 den Wiederaufbau des Klosters. 1999 wurde es durch die emeritierte Äbtissin der Abtei Seligenthal, Mutter Assumpta Schenkl OCist, wiedergegründet. Durch ein päpstliches Schreiben vom 16. November 1999 wurde das Kloster als selbständiges Priorat des Zisterzienserordens offiziell wiedererrichtet. Das Kloster betreibt ein Montessori-Kinderhaus, ein Gästehaus sowie eine Seifenmanufaktur und einen Klosterladen. 

KH